Du kennst das Gefühl: Du schaust dir stundenlang Videos von Ma Long oder Timo Boll an. Du verstehst die Theorie. Du weißt, wie der Armzug beim Vorhand-Topspin aussehen sollte.
Aber dann stehst du am Dienstagabend in der Halle, spielst gegen den älteren Herrn mit dem Materialschläger, der sich kaum bewegt – und verlierst 1:3. Wieder einmal.
Warum stagniert dein Spiel, obwohl du trainierst? Die Antwort ist hart, aber wichtig: Du kannst dich nicht selbst sehen.
Das Problem: Dein Gefühl vs. die Realität
Im Tischtennis gibt es eine riesige Lücke zwischen dem, was wir glauben zu tun, und dem, was wir wirklich tun.
Als Privattrainer sehe ich jede Woche Spieler, die zu mir kommen und sagen: "Mein Belag ist zu langsam" oder "Ich brauche ein schnelleres Carbon-Holz". In 90 % der Fälle liegt das Problem aber nicht am Material. Es sind mikroskopische Fehler in der Technik, die sich über Jahre eingeschlichen haben.
Hier sind drei klassische Probleme, die ich im 1-zu-1-Training regelmäßig korrigiere, die kein YouTube-Video für dich lösen kann:
1. Der "Scheibenwischer-Arm" beim Topspin
Viele Spieler versuchen, Spin nur aus dem Unterarm zu erzeugen, ohne den Körper zu nutzen.
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Das Symptom: Deine Bälle haben wenig Druck und landen oft im Netz, sobald Blockbälle schneller zurückkommen.
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Meine Lösung: Wir arbeiten nicht am Arm, sondern an deiner Hüfte und dem Gewichtsverlagerung. Ich zeige dir, wie du die Energie aus den Beinen holst. Oft reicht eine kleine Korrektur der Fußstellung, und plötzlich hat dein Ball 20 % mehr Qualität.
2. Die Distanz-Falle
Viele ambitionierte Spieler stehen zu nah am Tisch, weil sie "schnell" spielen wollen, oder zu weit weg, weil sie unsicher sind.
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Das Symptom: Du wirst "abgeschossen" oder kommst bei kurzen Bällen nicht rechtzeitig ran.
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Meine Lösung: Wir trainieren das "Rein-und-Raus". Ich spiele dir Bälle (Balleimertraining) in unregelmäßigen Abständen zu, um dein Distanzgefühl neu zu kalibrieren. Du lernst, den Ball am höchsten Punkt zu treffen (Peak), statt ihn fallen zu lassen.
3. Der passive Rückschlag
Du hast Angst vor dem Aufschlag des Gegners und "legst" den Ball nur rüber. Damit lieferst du dich dem ersten Angriff des Gegners aus.
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Das Symptom: Du gerätst sofort in die Defensive.
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Meine Lösung: Wir üben den "aktiven Schupf" und den Flipschlag. Ich zeige dir genau, in welchem Winkel dein Schlägerblatt stehen muss, um Schnittumkehr zu nutzen, statt dagegen zu kämpfen.
Warum "Balleimer" den Unterschied macht
Warum verbessern sich Profis so schnell? Weil sie tausende Bälle schlagen, ohne Bälle sammeln zu müssen.
In meinem Privattraining nutzen wir Multiball-Training. Ich spiele dir in 10 Minuten mehr Bälle zu, als du in zwei Stunden normalem Training schlagen würdest.
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Hohe Frequenz: Wir können einen Schlag 50-mal wiederholen, bis das Muskelgedächtnis "Klick" macht.
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Sofortiges Feedback: Ich korrigiere dich während der Bewegung, nicht erst nach dem Spiel.
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Individuelle Fehleranalyse: Wir schauen uns keine generischen Probleme an, sondern DEINE.
Fazit: Investiere in deine Technik, nicht nur in Gummis
Ein neuer Belag für 60 € hält drei Monate. Eine korrigierte Technik hält ein Leben lang.
Wenn du es leid bist, auf demselben Level festzustecken und endlich die Fehler ausmerzen willst, die dich Punkte kosten, dann lass uns in die Halle gehen.
Hier kannst du deine erste Trainingsstunde mit mir vereinbaren!
Bis bald
Dein Olli
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